German

Jazzthetik Germany

on Thursday, 09 May 2019. Posted in Animi, CD reviews, German

By Andreas Schneider

Jazzthetik Germany

4/5 ****

1982 in Jerusalem geboren,
gehört der 36iährige Saxofo- nist zu einer jungen ehrgei- zigen Generation in lsraels Jazz-Szene. ln seinem eigenen Ouintett mus'iziert er neben Posaun.ist Andy Hunter, Vibra- phonist Tim Collins, Bassist Yoni Zelnik und Drummer Guil- hem Flouzat. Ein puristischer Akustik-Sound, in dem jegliche Elektrik außen vor bleibt. Der Opener „Premonition" strotzt vor rasanter Bebop-Energie. Kein Kuschel-Jazz. Dafür sorgt allerdings auch die Aufnah- metechnik. Der Sound klingt etwas verhangen und dumpf, gerade so, als wolle man die klangliche Ästhetik eines alten Jazz-Schuppens nachstellen. Melodisch und stilvoll mitfast einschmeichelnden Bläser-harmonien präsentier[ er sich hingegen auf „Pathways" -allerdings fehlen auch hier
nicht die Widerhaken. Einav, der bis auf wenige Ausnah- men fast alle Stücke selbst komponiert hat, scheint von Claude Debussy bis hin zu Frank Zappa alle möglichen Einflüsse in sich aufgesogen zu haben. „Hasela Ha'adom" gehört zu den weiteren Höhe- punkten des Melod.ikers Einav. Oudspieler Facal Salhi sorgt als Gastmusiker für weitere Überraschungen. Elegische Klangmalereien wie „Si Lu" und fröMch tänzelnde Melo- dien in „Circadian Mishap" runden ein musikalisch ab- wechslungsreiches Album ab, das ungeteilte Aufmerksam- keit von seiner Zuhörerschaft verlangt.

3 reviews from Frankfurt

Written by Team Shauli on Thursday, 17 September 2015. Posted in Press reviews, Concerts reviews, German

This last August we had a very successfull show in Frankfurt Palmengarten. We receieved 3 great reviews in the main newspapers there, and just wanted to bragg a little :)

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Frankfurter Neue Presse

Frankfurter Neue Presse

Frankfurter Rundschau

Frankfurter Rundschau

JazzThing Germany

on Tuesday, 09 April 2019. Posted in Animi, CD reviews, German

By Olaf Maikopf

JazzThing Germany

jazzthingarticle

Musikansich Review - ANIMI

on Friday, 15 March 2019. Posted in Animi, CD reviews, German

First review in Germany for ANIMI

Musikansich Review - ANIMI

1982 wurde er in Israel geboren, der Saxofonist Shauli Einav. 1998 wurde er vom US-amerikanischen Kollegen Arnie Lawrence entdeckt und brachte den jungen Player dazu, einige Jahre in New York zu verbringen, bevor er sich danach in Paris niederließ.

Das neue Album heißt Animi, das ist ein Begriff aus dem Lateinischen und kann in etwa angewandt werden mit den Begriffen von Zufriedenheit im Leben, mit Seele, dem Gemüt und davon ausgehender Kraft. Und das mag durchaus zutreffen auf die sehr vorwärts treibende Musik des Künstlers, der mit ganz viel Seele spielt, mit großen Emotionen und Herzblut. Stets ist sein Spiel von feurigem Ausdruck geprägt und er vermag seine Mitstreiter damit anzustecken, so dass diese Musik energiereich ist, voller überraschender Wendungen und mit reichhaltigen Ideen gespickt.

Und so sprüht diese Energie reichlich frischen Wind in den Jazz, es ist nicht nur der Rückgriff auf Tradition, insbesondere höre ich viele Annäherungen an die Sechziger, sondern auch die Einbeziehung folkloristischer Elemente, naheliegend aus den Nahen Osten, und dazu die komplexen Kompositionen, die mit Eleganz und Leidenschaft umgesetzt worden sind. Mithin wird alles zusammengesetzt zu einem modernen Sound, der in seiner Art schon wieder zeitlos wirkt.

Bobby Hutcherson kommt mir in den Sinn, wenn sich der erste Song swingend voranschiebt und der Vibrafonist Tim Collins zum Solo von Einav unterstützende und prägnante Akzente setzt, so, als könne er nicht abwarten, endlich mit seinem Solo zu beginnen. Und als der Saxofonist dann endlich das Feld räumt, dann legt Collins los. Allen Solisten gemein ist das intensive Spiel mit dem gewissen Vorwärtsdrang. Und auch wenn es dann einmal etwas gemäßigt von Statten geht, und sich eine schöne Melodie voranschiebt bei “Hasela Ha’adom“, dann ist man auch davor nicht unbedingt sicher, dass die Ruhe immer wieder mit kurzen Einschüben unterbrochen wird. Stets entsteht somit reichlich Spannung und gerade die Spontaneität ist es, die den Reiz dieser Musik ausmacht. 

Wir erfahren ein Füllhorn von Überraschungen, eine sehr lebendige Atmosphäre durchgehend durch die ganze Platte. “One Step Up“ ist eine solcher Überraschungen, wenn Fayçal Salh seine arabische Laute (Oud) auspackt, um diese arabische Note mit einzuflechten, in einem Song, der den 5/4 Takt, wie wir ihn von “Take Five“ kennen, auch zwischendurch pflegt. Letztlich bleibt mir nur abschließend festzustellen, dass man sich als Jazzfreund diese Platte nicht entgehen lassen sollte, weil sie Türen öffnet, neue Sichtweisen offenbart und sich nicht der Tradition des Jazz verschließt.